Markus Setzer - Bassplayer

Biographisches zu Markus FAQs hier.

Ein aktuelles Interview von Markus findest Du hier: bonedo

In unserer Schulband suchten wir einst einen Bassisten. Ich wollte Keyboard spielen und hatte mich schon darauf gefreut, in einer Band spannende Songs abzurocken. Auf Klaviersonaten hatte ich keine Lust mehr. Doch wir fanden niemanden. Damit es endlich mit unserer Band voran ging, entschied ich mich für den Bass.

Ich habe ihn sehr schnell lieben gelernt. Ich hörte mich also durch die alten Led Zepplin Platten und versuchte, die Bassriffs auf dem mir noch relativ fremden Griffbrett umzusetzen. Später hörte ich dann alles raus, was nicht niet- und nagelfest war. Das Raushören war die beste Schule. Über die verschiedenen Bassisten, die ich für mich studierte, kam ich langsam dazu, mir coole Licks anderer Instrumentalisten zu "klauen". Neben Jaco Pastorius, Marcus Miller, John Patitucci und Geddy Lee gehören auch Chick Corea, John Scofield, Charlie Parker und etliche andere Instrumentalisten zu meinen Wurzeln. Stilistisch festgelegt war ich dabei nicht. Über Steve Vai, den ich lange richtig klasse fand, stieß ich auf Stu Hamm. Seine Interpretation der Mondscheinsonate katapultierte mich zurück ins Musikzimmer meines Zigarre rauchenden und über Askese philosophierenden Klavierlehrers. 
Meine erste professionelle Band mit der ich bei Auftritten Geld verdient habe, war eine Beatles Cover-Band namens Mersey Beat...

Nach vielen Gigs und Erfahrungen mit Bands wollte ich gerne die Grenzen meines Bass-Spiels ausloten. Was ist da für mich möglich?
Es entwickelte sich der Traum, ein Duett mit einer Sängerin zu gründen. Sabine hat ihn mir erfüllt. Mit ihr hatte ich die Möglichkeit, alles was aus mir heraussprudelte, Musik werden zu lassen. Das Duo war für mich einfach eine tolle Erfahrung. Wir spielten in halb Europa und haben insgesamt vier CDs veröffentlicht. Seit 2009 arbeite ich intensiv am Sound meines Trios. Auf dem Feel the Bass 2009 spielte ich gemeinsam mit Benny Greb (dr) und Peter Wölpl (git). Die Besetzung wechselte, weil ich die Trio-Vibes gut, aber "den Sound" noch nicht ideal fand. Mit Simon Grey (key) und Heinz Lichius (dr) habe ich dann von 2010 bis 2012 zusammen gespielt. Das tolle hier war, dass beide auch als Bassisten denken konnten. Heinz spielt selber Bass und Simon hat mit seinem Moog immer wieder die Rolle des Bassisten übernommen, wenn ich Melodien spielte oder solierte.

Aktuell arbeite ich an meiner ersten "Solo"-CD-EP _shades. Diese wird am 12. April 2013 erscheinen. Mehr Infos bald dazu hier auf der Website. Stay tuned!

FAQ: Hast du eine Frage an Markus, die hier noch nicht gestellt und beantwortet ist? Klick hier und stelle Markus hier deine Frage!


Welchen Basslauf bzw. welches Stück hast du zuerst gelernt?

Kurz nachdem ich meinen ersten Bass gekauft hatte, das war am 26.07.1986 (ich hab sogar noch die Quittung, aber leider nicht mehr den Aria-Pro "the Cat" II-Bass) gab es bei uns in der Schule einen Konzertabend in der Aula. Dort fehlte ein Bassist für eine Band die die Blues-Brothers-Songs aus dem film nachspielte. Das waren meine ersten Erfahrungen. Der erste Basslauf, den ich mir bewusst rausgehört habe war "Running Free" von Iron Maiden vom Album "Life After Death". Nach und nach konnte ich dann die ganze Platte mitspielen. Im Proberaum mit meinen Freunden spielten wir damals "Verdamp lang her", Marius Songs, Deep Purple usw... Steve Harris war also mein erster Hero, dem dann schnell Geddy Lee von Rush folgte.


Hattest du selbst Unterricht?


Das finde ich ehrlich gesagt nicht so leicht zu beantworten. Eigentlich ja. Auf jeden Fall habe ich ständig nach einem guten Lehrer gesucht. Ich hatte aber das Gefühl entweder nur auf Gitarristen zu treffen, die auch Bass-Unterricht geben, oder auf Menschen, die mir nicht richtig weiterhelfen konnten. Bei Claus Fischer in Köln hatte ich dann, schon im Alter von 24 Jahren, einige Monate Unterricht und da sind mir einige Lichter aufgegangen ;-) Ich weiss noch, als Claus mich fragte: "Weisst du was eine 16-25 ist?" Und ich hatte von nix ne Ahnung... Von Claus habe ich damals unheimlich viel gelernt! Übrigens: Danke, Claus!!


Wie ist es zu dem Begriff "Basslehrer der Nation" gekommen?


"Basslehrer der Nation", so hat mich zuerst ein Teilnehmer bei einem Workshop 2007 in Hamburg genannt. Es stand die Frage im Raum: "Was hast du für Pläne und wie sieht dein Alltag aus?" 2007 hatte ich mein 10-jähriges Jubiläum als Bass-Workshop-Dozent, ich plante gerade intensiv die Bass-Akademie, die ja 2008 ihre Tore öffnete und hatte gerade einige Workshops in Deutschland und eben auch im europäischem Ausland gehalten. Das hatte ich halt erzählt. Daraufhin Jens: "Man, dann bist da ja der Basslehrer der Nation, was?" Die Gruppe und ich inklusive brach in ein lautes Gelächter aus, auch weil sofort der Vergleich mit Inge Meysel und Mutter Beimer aus der "Lindenstrasse" im Raum stand. Der Tenor und die Stimmung in der Gruppe war so, dass deutlich wurde: "Man, der Markus unterrichtet aber viel und vor allem auch viele Bassisten". Dazu kamen meine Veröffentlichungen in Gitarre&Bass und meine Lehrbücher... Danach entwickelte sich mit dem "Basslehrer der Nation"-Begriff eine ziemliche Eigendynamik. Eine große deutsche Bass-Firma und auch bei der Produktion meiner ersten DVD "Discover Your Groove 1.0" wurde ich ermutigt den Begriff "marketingtechnisch" zu benutzen. Ich fand diese Bezeichnung erstmal sehr positiv, weil ich wusste in welcher Situation und Stimmung der Begriff entstanden war. Deswegen erklärte ich mich einverstanden. So wurde der Begriff immer bekannter und es nahm seinen Lauf...

An dieser Stelle möchte ich aber auch klar stellen, dass "Basslehrer der Nation" für mich nicht bedeutet, dass ich mich für den besten Basslehrer oder den Basslehrer No.1 halte. Weit gefehlt! Davon nehme ich ausdrücklich und mit aller Deutlichkeit Abstand. Ich kenne sehr viele Kollegen, die tollen Unterricht geben und empfehle auch immer wieder meinen Studenten und Workshop-Teilnehmern sich die Ansichten von vielen Bassisten und Basslehrern "abzuholen" und sich das Beste für sich herauszunehmen. Ich hoffe, dass ich, auch für diejenigen, die den Begriff vielleicht ein wenig "fehl"-interpretiert haben, das an dieser Stelle so klarstellen konnte!


Wieso spielst du nicht mehr mit dem reimer-setzer-duo?

Das ist relativ leicht zu beantworten: Sabine und ich haben im Oktober 2008 unser letztes gemeinsames Konzert gegeben, weil Sabine nicht mehr singt. Sie widmet sich mitlerweile voll und ganz ihrer Kunst. Es gab allerdings kleine Ausnahmen: Wir haben gemeinsam, allerdings nicht mit dem E-Bass, sondern mit Joseph, meinem Kontrabass, auf verschiedenen Vernissagen und Ausstellungseröffnungen von Sabine kleine musikalische Bilderreisen gemacht. Mitlerweile singt Sabine aber gar nicht mehr. Wenn du dich für Sabines Kunst interessierst kannst du mal hier klicken und ihre Website besuchen: Klick!

Warum gibst du eigentlich keinen Einzel-Unterricht mehr?

Ich unterrichte wirklich gerne und kann mir immer wieder ein Bein abfreuen, wenn ich bei meinem gegenüber den berühmten "Groschen" fallen sehe. Schön ist es auch bei einem Schüler oder Studenten, die ich über einen längeren Zeitraum begleite, eine Entwicklung in seinem Spiel mit zu bekommen und vor allem zu hören! Doch auf der anderen Seite ist meine Zeit immer rarer geworden. Durch die vielen Workshops, Clinics und die Bass-Akademie hat sich mein Unterrichten stark verlagert. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, den regelmässigen Einzelunterricht aufzuhören. Hin und wieder gebe ich vereinzelt Einzelcoachings. Aber für das regelmässige Unterrichten fehlt mir schlichtweg die Zeit.

In nächster Zeit werde ich noch mehr FAQs hier beantworten... so wie:

Wann kommt endlich die Slap-Workout-DVD?

Wieso plädierst du dafür "passiv" zu spielen?

Wie kam es zur Entwicklung deines "Ruokangas" Basses?

Wieso hast du bei Gitarre&Bass aufgehört deine Kolumnen zu schreiben?








Bass WS 2017/2018

Bass Workshops 2017

28./30. Oktober 2017 - Mühldorf am Inn - Bayerische BassTage
 
 

Bass Workshops 2018

26./29. April 2018 - Neuhorst am Wall - Bass Workshop im Seminarhaus Hof Kranichmoor
 
04./07. Oktober 2018 - Neuhorst am Wall - Bass Workshop im Seminarhaus Hof Kranichmoor

Termine 2017:

REIMER I SETZER

21. Mai 2017 - Kiel (24159) - Kulturladen Leuchtturm

BIW 2017:

Bass Wochen 2017

DYB 1.0

dvd_booklet_cover_160hDER BEGINNER-BASSKURS FÜR ZU HAUSE „Deutsche Edition“
Markus Setzer ist bekannt durch seine Kolumnen „Bass Rudiments“ und „Bass Masterclass“ in Gitarre & Bass, europaweit unterwegs in Sachen Bass-Workshops und Masterclasses, Gründer und Leiter der Bass-Akademie in Hamburg (bass-akademie.de). Keine Vorkenntnisse nötig!
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